24März
2013

4 Warmblutpferde mit Kalt

Trainingsfahrt im 4-er Zug mit einem Teil unserer Postkutschenpferden, als Vorbereitung zum Postkutschenbetrieb zur Landesausstellung Oberösterreich 2013.

Unsere Postkutschenpferde sind Oldenburger und Schlesier, beide Rassen sind Warmblutrassen in welche Kaltblutrassen eingekreuzt wurden um einerseits die Kraft der Kaltblutpferde für die Arbeit zu erhalten aber auch andererseits die Ausdauer und Geschwindigkeit von Warmblutpferden zu haben. Deswegen sind diese Rassen dann auch speziell für das Fahren mit schwereren Wagen, wie einer Postkutsche, eingesetzt worden. Das Kaltblut in diesen Rassen bringt einen ruhigen und umgänglichen Charakter dieser Pferde hervor.

Trotz ihrer Kraft erlaubt ihr Körperbau einen schnellen Vorwärtsgang der für das Fahren langer Distanzen von Vorteil ist. Auch wurden diese Pferderassen als „Carrossiers“ bezeichnet und seit dem 17. Jahrhundert systematisch gezüchtet, welche schöne Gänge und guten Charakter zu besitzen hatte: „Denn Wagenpferde mussten erhaben und zügig vorwärts gehen“ (Chesnaye 1778).

Für die Sterngartl-Postkutsche benötigen wir bei voller Besetzung mit den Fahrgästen, Fahrer und Beifahrern in unseren Mühlviertler Hügeln mehr „PS“, womit wir dann die Sterngartl-Postkutsche auch zeitweise 4-spännig fahren. Um unsere Fahrpferde zusammen-zu-fahren, sodaß diese sich aneinander im Gespann gewöhnen, nutzten wir diesen schönen jedoch kalten Sonntag für eine Trainingsfahrt.

Bei einer Außentemperatur von -7°C, mit starken Wind nach gefühlte -10°C, haben wir uns dann für eine 2 Stunden Runde durch den Brunnwald entschieden nachdem wir bereits kurz nach der Ausfahrt von unserem Hof erkennen durften das alle Pferde bestens aufgelegt sind und miteinander gut den Wagen führten. Da Gespannfahren für uns auch eine Leidenschaft ist, da stört dann auch kaltes Wetter wenig. Und die vier Warmblüter behielten einfach ihren kühlen Kopf.

Wussten Sie schon?

Quadriga

Die Quadriga ist bekannt aus römischen Wagenrennen und der Begriff leitet sich aus dem lateinischen „quadri-“ für „Vier“ und „-iugum“ für „Joch“ ab. Es ist ein Vierergespann bei dem alle Pferde nebeneinander gespannt sind. Eine Quadriga erscheint schon im babylonischen Schöpfungsmythos als Kriegswagen um ca. 600 v. Christus, und wurde häufig in Bildern und Statuen bis heute abgebildet.

Am Dach des österreichischen Parlaments befinden sich zwei Quadrigen gelenkt von der Siegesgöttin Nike und welche für Teophil Hansen, den Architekten des Parlaments, den Triumph der parlamentarischen Aktivität symbolisieren.