27Juli
2013

Historisches Postkutschentreffen in Bad Leonfelden

Nie zuvor standen zwei Postkutschen in dieser Art am Hauptplatz von Bad Leonfelden.

Das erste mal in der Geschichte Bad Leonfeldens trafen zwei Postkutschen am Samstag dem 27. Juli 2013 in Bad Leonfelden zusammen. Ein regelmäßiger Postkutschendienst ist historisch nur zwischen Linz und Bad Leonfelden belegt, Reisende die weiter in Städte des heutigen Tschechiens kommen wollten mußten in Bad Leonfelden mit privaten Fuhrleuten die Weiterreise antreten. Auch in der Zeit der österreichisch-ungarischen Monarchie, zu der Städte wie Vyšší Brod (damals „Hohenfurt“) noch Teil der Monarchie waren, führte keine weitere Postkutschenverbindung in diesen Teil des Gebietes.

Deswegen ist das heute stattgefundene Treffen der historische Postkutsche des Postmusuems aus Vyšší Brod mit unserer stilechten Sterngartl-Postkutsche am Hauptplatz von Bad Leonfelden ein denkwürdiges Ereignis. Die historische Postkutsche wurde in voller Anspannung mit Kladruber Pferden von Vyšší Brod nach Bad Leonfelden geführt, unter gemeinsamer tschechischer und österreichischer Polizeieskorte.

Unsere Sterngartl-Postkutsche brachte den Landeshauptmann von Oberösterreich Dr. Josef Pühringer, den Bürgermeister Bad Leonfeldens Alfred Hartl und weitere politische Prominenz auf den Hauptplatz Bad Leonfeldens um dann später mit weiteren Begleitkutschen das historische Zusammentreffen zu bilden. Für die musikalische Begleitung sorgte die Musikkapelle Bad Leonfeldens, und die Bürgergarde Bad Leonfeldens für den Begrüßungssalut. Auch ein Sonderpostamt wurde von der österreichischen Post abgehalten.

Beim Zusammentreffen nahmen politische Vertretern Oberösterreichs und der tschechischen Region teil, wie auch zahlreiche Zuschauer die sich trotz hoher Temperaturen bei diesem Ereignis dabei waren.

Weitere Bilder sind auch hier in der Internetzeitung der Region Urfahr Umgebung zu finden…

Wussten Sie schon?

Kutsche

Von Pferden gezogene und gefederte Reisewagen wurden bereits von den Römern ab dem 2. Jahrundert nach Christus verwendet, jedoch ging das Wissen darüber mit dem Ende der Antike verloren. Erst später im 15. Jahrundert wurde die Wagenfederung im ungarischen Kocs wieder erfunden, und weiter stetig am jeweiligen Stand der Technik verbessert. Der somit komfortable Kutsch-Wagen verbreitete sich rasch über den ganzen europäischen Kontinent sodaß sich jener Ort in der jeweiligen Sprachverwendung für diesen Wagen wiederspiegelte, beispielsweise im englischen „coach“, dem deutschen „Kutsche“, dem französischen „coche“, dem italienischen „cocchio“ oder dem spanischen „coche“.